Riot hat mit dem „Wirb-einen-Freund“-Programm immer mehr Probleme mit Missbrauch, weshalb man sich einmal Gedanken gemacht hat, woran es liegt. Der Befund kommt jetzt allen Spielern entgegen, denn die Skins „Grauer Warwick“ und „Mittelalterlicher Twitch“ sind jetzt wesentlich einfacher zu bekommen. Hier kann man sich für das Programm registrieren: Wirb einen Freund. Momentan ist zwar immer noch das alte Programm aktiv, aber da ihr euch mit der Anpassung von Riot ja dann die bereits geworbenen Freunde anrechnen lassen könnt, könnt ihr schon mal Gas geben. Details aus dem Post von Riot:


Kurzfassung für alle, die nur wieder zurück ins Spiel wollen: Wir nehmen in den kommenden Wochen ein paar Änderungen am „Wirb-einen-Freund“-Programm vor, um Missbräuche wie Bot-Nutzung und Betrügereien zu bekämpfen.

Wir haben das „Wirb-einen-Freund“-Programm ins Leben gerufen, um Spieler dafür zu belohnen, dass sie dabei helfen, dass League wächst. Das „Wirb-einen-Freund“-Programm schaut nun schon auf eine lange Geschichte zurück – mit mehreren Versionen, die bis zur ursprünglichen Veröffentlichung des Spiels selbst zurückreichen – und war für viele Spieler eine lohnende Erfahrung. Doch trotz bester Absichten fast aller Teilnehmer hat eine kleine Gruppe von Leuten das System massiv missbraucht, was in negativen Spielerfahrungen für andere, vor allem neue Spieler resultierte.

Bei jedem Belohnungssystem, wie „Wirb-einen-Freund“, besteht das Risiko, dass einige Teilnehmer versuchen, das System auszutricksen, und normalerweise tolerieren wir das, sofern es nur eine Randerscheinung mit geringen Auswirkungen ist, falls das bedeutet, dass wir der Mehrheit der Spieler gerecht werden. Doch der Missbrauch des „Wirb-einen-Freund“-Programms verschlechterte die Erfahrung der durchschnittlichen Spieler immer mehr, wodurch wir gezwungen sind, über Änderungen nachzudenken.

Wir beginnen mit den Symptomen des Missbrauchs des „Wirb-einen-Freund“-Programms – etwa Kontoverkäufe und Bot-Nutzung (z.B. die Nutzung von Skripten, Programmen oder anderen Hacks, die ein League of Legends-Spiel automatisieren). Beides ist im Falle des „Wirb-einen-Freund“-Programms eng miteinander verbunden, da Freundschaftsanwerbungen über Bot-Konten es Kontoverkäufern ermöglichen, Konten zu erstellen, die bereits über Zahlungsmittel und Skins verfügen.

In der Vergangenheit erfolgte die Nutzung von Bots im Rahmen des „Wirb-einen-Freund“-Programms vorwiegend in privaten Freien Spielen, wo kein Spieler einen Nachteil hatte. Doch, wie bereits erwähnt, mussten wir in letzter Zeit feststellen, dass die Botnutzung stark zugenommen hat und auch in Bereichen stattfindet, in denen neue Spieler beteiligt sind, oder in Spielmodi wie Dominion. Wir ergreifen gegen eine Reihe von Tätern Maßnahmen, die dieser Tendenz entgegen wirken werden. Zudem müssen wir, um diese Art der Botnutzung am effektivsten zu bekämpfen, unseren Maßnahmenkatalog ausweiten, um mehr tun zu können, als nur, etwa durch Sperrungen, zu reagieren.

Letztlich besteht der beste Weg, gegen den Missbrauch des Anwerbeprogramms vorzugehen, darin, die zugrunde liegenden Symptome anzugehen, die diesen Missbrauch erst attraktiv machen. Der Hauptgrund der meisten Missbrauchsfälle liegt vor allem in der Natur des Programms selbst.

Im Grunde können die Delinquenten tonnenweise RP und echtes Geld einfahren, indem sie die Botnutzung im großen Umfang betreiben, um Konten zu verkaufen. Schlimmer noch: Der Durchschnittsspieler steht vor dem Dilemma, dass attraktive Belohnungen wie Grauer Warwick und Mittelalterlicher Twitch ungeheuer schwer auf ehrliche Weise zu bekommen sind.

Lassen wir die Zahlen sprechen: Wir haben herausgefunden, dass nur etwa 1,4 % der Teilnehmer am „Wirb-einen-Freund“-Programm versuchen, das System zu missbrauchen. Wenn wir aber die Konten mit zehn oder mehr Anwerbungen isolieren, springt der Prozentsatz auf 70 % und schießt auf 99 %, wenn man nur diejenigen mit 100 oder mehr Anwerbungen betrachtet. Wenn man also bedenkt, dass Grauer Warwick und Mittelalterlicher Twitch im Augenblick 25 und 50 Anwerbungen voraussetzen, wird das Problem klar. Wir sind uns bewusst, dass die momentane Struktur der Anwerbebelohnungen für den durchschnittlichen Spieler nicht ideal ist, weshalb die reaktiven Anstrengungen, die wir vorhin erwähnten, vor allem hartnäckige und wiederholt auffallende Täter in den Blick nimmt – keiner kriegt eins auf den Deckel, wenn er ein oder zwei falsche Konten wirbt.

Wir arbeiten an Aktualisierungen des „Wirb-einen-Freund“-Programms, um gleichzeitig Anreize für den Missbrauch zu entfernen und den meisten League-Spielern besser gerecht werden zu können. Eines der Hauptprobleme besteht hier darin, dass es für ein einzelnes Programm schwierig ist, sowohl die Bedürfnisse des Durchschnittsspielers zu berücksichtigen, der vielleicht ein paar Freunde anwirbt, als auch gleichzeitig die einer möglichen YouTube-Berühmtheit, die vielleicht tausend neue Spieler wirbt. Wir stellten fest, dass die Mehrheit der LoL-Spieler zwischen einem und fünf Freunde anwirbt, und haben das aktualisierte Anwerbeprogramm so konzipiert, dass ihr dafür belohnt werdet, diese Freunde in das Spiel zu führen. Durch die neue Aktualisierung erhaltet ihr für jeden Freund, den ihr anwerbt und der Stufe 10 erreicht, 1000 EP. Ihr könnt insgesamt fünf Freunde anwerben und schaltet mit drei erfolgreichen Anwerbungen den Skin Grauer Warwick frei. Sobald ihr fünf Freunde rekrutiert habt, schaltet ihr Mittelalterlicher Twitch frei.

Weitere Belohnungen gibt es nicht und jeder, der in der Vergangenheit am „Wirb-einen-Freund“-Programm teilgenommen hat, wird mit derselben Anzahl an Anwerbungen in das neue Programm übertragen, wie er augenblicklich hat. Falls ihr beispielsweise bereits vier Freunde angeworben habt, erhaltet ihr 4000 EP und Grauer Warwick.

Wie ihr anhand der Pläne für das überarbeitete „Wirb-einen-Freund“-Programm sehen könnt, suchen wir weiterhin nach verschiedenen Wegen, jene Anwerber zu belohnen, die sich besonders ins Zeug legen, ohne allen anderen die Sache zu vermiesen.

Denkt daran, dass diese Änderungen besonders auf die Bekämpfung des Missbrauchs des Programms und dessen Auswirkung auf den Durchschnittsspieler abzielen. Die Gründe für die Nutzung von Bots, den Verkauf von Konten und andere Formen des Betrugs liegen jenseits des „Wirb-einen-Freund“-Programms und wir haben ein weites Netz gespannt, um diese Formen des Missbrauchs zu untersuchen und zu bekämpfen.

Wir wollten euch im Voraus über die kommenden Änderungen am „Wirb-einen-Freund“-Programm informieren und euch gleichzeitig Einblicke in die Motivation hinter unserem Tun geben. Bitte schreibt uns unten, wie ihr darüber denkt!